„Wir arbeiten umweltfreundlich.“ könnten Sie das auch belegen?
Eine Schreinerin zeigt ihrem Kunden einen Esstisch. „Die Platte haben wir aus den Eichenbalken einer alten Scheune gefertigt.“ Das sagt etwas über die Herkunft des Holzes. Der Satz auf ihrer Startseite verspricht allerdings mehr. Er bezieht sich auf die Arbeitsweise der ganzen Schreinerei.
Seit dem 27. September 2026 gelten in Deutschland strengere Regeln für Umweltwerbung. Wer gegenüber Privatkunden pauschal mit „umweltfreundlich“ wirbt, muss dafür eine anerkannte hervorragende Umweltleistung nachweisen können. Für die Schreinerin heißt das: Die wiederverwendeten Balken allein reichen als Beleg für die Aussage über ihren gesamten Betrieb nicht aus.
Was könnte die Schreinerei also schreiben? Genau das, was die Schreinerin ihrem Kunden erzählt hat. Kann sie die Herkunft der Balken belegen, hat sie schon den passenden Text zum Foto des Tisches. Und vielleicht fragt der nächste Kunde sogar, wo die Scheune stand.
Mein Marketingtipp: Sammeln Sie die Umweltaussagen auf Ihrer Website, in Ihren Broschüren und in Ihren Social-Media-Beiträgen. Gehen Sie jeden Satz mit drei Fragen durch: Was versprechen wir hier genau? Worauf bezieht sich das Versprechen? Womit können wir es belegen?
Suchen Sie doch gleich mal auf Ihrer Website nach „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“. Bei welchem Satz kommen Sie ins Grübeln? Schicken Sie ihn mir. Wir schauen gemeinsam, was Sie Ihren Kunden an dieser Stelle konkret sagen können.

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